Neue Aspekte der Rumpf- und Gelenkstabilisation

04.10.2018

2-tägige Ausbildung in Kooperation mit Slingtraining Austria und Top-Referent Erwin Reiterer zum Slingtrainer mit Zertifikat der ISST (International Society of Slingtraining). Im Mittelpunkt steht das Erfassen von funktionellen Muskelketten, also einem mehrgelenkigem Training an und auf instabilen Trainingsgeräten zur Verletzungsvorbeugung und Leistungsoptimierung.

Neue Aspekte der Rumpf- und Gelenkstabilisation

„Nur ein starker Rumpf macht einen starken Sportler!“ Solche und andere Schlagworte haben uns im Krafttraining umdenken lassen. Aktuelle Erkenntnisse über den Aufbau unserer Rumpf- und Gelenkstabilisatoren und vor allem über die Trainingsdosierung ergeben neue Denkansätze.

Im Jahr 1990 entdeckte eine australische Forschungsgruppe, dass kleine am Gelenk verlaufende Muskelstrukturen sogenannte lokale Stabilisatoren anspannen, noch bevor die außen sichtbaren globalen Muskeln bzw. der Bandapparat die Stabilisation aufnehmen.

Die Aktivität der „lokalen Stabilisatoren“ ist von der Leistungsfähigkeit unseres sensomotorischen Systems abhängig. Sensoren an unserer Haut, am Band- und Kapselapparat, an den Sehnen und Muskeln, nehmen Informationen auf und steuern bzw. regulieren die Aktivität und das Zusammenspiel der „lokalen“ aber auch der „globalen“ stabilisierenden und bewegenden Muskelsysteme.

Zusammengefasst kann man sagen: „Ohne Sensorik, keine Motorik aber auch keine Gelenkstabilisation!

Natürlich soll ein Training der außen am Körper angelagerten Muskelstrukturen zur Steigerung der Stütz- und Muskelkraft nicht vernachlässigt werden. Das Krafttraining an Maschinen hat unter anderem im Kontext mit der Verminderung des Gewebeabbaus, der Körperformung bzw. der Gewichtreduktion nach wie vor einen hohen Stellenwert.

Jedoch muss auch betont werden, dass ein Training in diesem Zusammenhang nur teilweise Früchte trägt, vor allem wenn die Aktivität „in der Tiefe“ – durch die „lokale Stabilisation“ – nicht funktioniert. Nun stellt sich die Frage, wie ein Training der „lokale Stabilisatoren“ idealerweise realisiert werden kann?

 

Slingtraining – die neuromuskuläre Stabilisation

Neuere Erkenntnisse der Neuro- und Muskelphysiologie haben gezeigt, dass die lokalen Stabilisatoren von Gelenk- und Segmentsystemen auf schnelle, aggressive und instabile Reize mit Innervation reagieren.

Übungen mit dem REHAPE® Slingtrainer können aufgrund der vibrierenden Instabilitäten der Seile das Muskelsystem der lokalen Stabilisatoren effektiv aktivieren. Das ist die Basis für Stabilisationstraining. Zuerst kommt die Aktivierung der „lokalen“, dann folgt das Training der „globalen“ Muskulatur.

Auf Grund der Wichtigkeit dieser Erkenntnisse bietet die SPORTUNION NÖ in Kooperation mit Sling Training Austria eine 2- tägige Ausbildung im Bereich Sling- und Sensomotorik Training an.

Im Mittelpunkt des Ausbildungskonzeptes steht das Erfassen von funktionellen Muskelketten, also einem mehrgelenkigem Training an und auf instabilen Trainingsgeräten zur Verletzungsvorbeugung und Leistungsoptimierung.

Darüber hinaus ist das Slingtraining sowohl für Einzel- bzw. Gruppentrainings geeignet und aufgrund der einfachen Handhabung und der vielfältigen Übungen für sämtliche Niveaugruppen anwendbar. 

Anmeldung und Informationen zur Ausbildung finden Sie HIER